
Natürlich werden schnell die Kritiker auftauchen und an eine Episode bei Bayer Leverkusen erinnern. Das sollte schließlich auch einmal eine ganz tolle Geschichte werden. Da hatte Berti Vogts einst etwas ganz neues eingeführt. Lange bevor Jürgen Klinsmann an Fitnesstrainer und Sportpsychologen dachte, führte Vogts in Leverkusen das Ressortprinzip ein und holte sich gleich drei Profis in sein Kabinett: Pierre Littbarski, Toni Schumacher und Wolfgang Rolff. Jeder sollte für einen Bereich zuständig sein.
Der neue Littbarski Nigerias ist auch ein Berliner, Thomas Häßler, und der neue Schumacher heißt Stein. Es fehlt also nur noch der Wolfgang Rolff. Dass das Leverkusener Modell damals gescheitert ist, kann für Vogts jetzt nur ein Ansporn sein. Denn es zeichnet einen Vordenker aus, dass er sich auch von einem zwischenzeitlichen Scheitern nicht beirren lässt. Vielleicht wird Vogts und Nigeria also etwas ganz Großes gelingen – mit der ersten Viererbande des Weltfußballs.


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