04.03.2007

ITB-Berlin 2007

Am 7. März wird die größte Tourismusmesse, die ITB-Berlin eröffnet. Auf einer Fläche von 160.000 Quadratmetern werden rund 11.000 Aussteller aus 180 Ländern und Gebieten bis 11. März ihr touristisches Angebot vorstellen. Allein im Vorjahr kamen rund 163.000 Besucher - davon knapp 95.000 Fachbesucher. Die ITB-Berlin wächst vor allem in jungen, innovativen Messesegmenten wie ITB-Supply, ITB-Holiday-Real-Estate und mit dem Kultur-Palais, dem Ausstellungsbereich für Buchwelt und Kulturtourismus.

Auch in diesem Jahr wird der weltweit größte Kongress der Reiseindustrie "Market Trends & Innovation" - der MTI Kongress - im Rahmen der ITB über die Bühne gehen. Die Themenbereiche sind weit gestreut und reichen von den Auswirkungen des Klimawandels bis hin zum Reisen ins Weltall. Die weltweite Reiseindustrie steht vor neuen Herausforderungen, denn der Klimawandel wird das Reiseverhalten der Menschen fundamental verändern. So werden am 7. März Martin Claußen, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie, Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und David Viner von der Climatic Research Unit der Universität East Anglia in Norwich die Konsequenzen, die sich aus dem Klimawandel für den Tourismus mittel- und langfristig ergeben werden, diskutieren.

"Der MTI Kongress hat sich zum Think Tank der internationalen Reiseindustrie entwickelt. Die jährlich zunehmenden Besucherzahlen des Kongresses zeigen in beeindruckender Weise, welche Bedeutung die Messebesucher dem inhaltlich anspruchsvollen Programm beimessen", so ITB-Direktor Martin Buck. Mit dem Kongress unterstreiche die ITB-Berlin ihre Rolle als Kompetenz-Center der Branche und Plattform der globalen Reiseindustrie. Dazu gehört auch der Themenkomplex "Reiseströme von morgen". Die ITB-Berlin-Message in Kooperation mit IPK International gibt Auskunft über das weltweite Reiseverhalten, das Reiseverhalten der wichtigsten zehn Länder Europas und über den deutschen Markt. Erste Trends zeigen bereits, dass Urlauber aus den USA und Japan, aber auch aus Russland, Indien und China sowie anderen asiatischen Ländern verstärkt nach Europa reisen werden.

Auch Trends und Innovationen für die Hotelbranche gehören zu den Themenkreisen des Kongress. "Mittelmeer contra Alpen" lautet das erste Thema des ITB-Hospitality-Day. Diskutiert wird über die Zukunft von "Bettenburgen contra Design- und Edel-Hotellerie" im Mittelmeer- und Alpenraum. Beim Thema "Machbares und Futuristisches" präsentieren Architekten und Designer genetische und experimentelle Architektur sowie Aspekte des Feng Shui.

Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigt sich mit dem Thema Luftfahrt. Experten werden über die neuen Flugzeugtypen - wie den Airbus A380 oder der Boeing 787 - und ihre Auswirkungen auf die Airline-Netze diskutieren. Ein Podium wird es auch für die weitere Entwicklung der Low Cost Carrier auf den regionalen Märkten geben. Weiterhin werden Themen wie die Privatisierung von Flughäfen sowie die Frage nach dem Passagierflugzeug der Zukunft diskutiert. Auch das Thema "Weltraum-Tourismus" und vor allem dessen Preisgestaltung werden erörtert. Eingeladen dazu sind mehrere Astronauten sowie führende deutsche und internationale Unternehmen, die schon heute Flüge ins All vermitteln.

Die ITB Berlin kann auch ihre Position als eine der wichtigsten Messen für den weltweiten Geschäftsreiseverkehr weiter ausbauen. Über 2.000 Travel Manager, Geschäftsreise-Experten und Office Manager werden zu den diesjährigen ITB-Business-Travel-Days erwartet. Die Bedeutung der Geschäftsreisen für die Reiseindustrie wird durch neueste Zahlen des Verbandes deutsches Reisemanagement VDR Geschäftsreiseanalyse deutlich: Jede Stunde beginnen allein in Deutschland durchschnittlich 17.200 Geschäftsreisen. Die Gesamtausgaben für die rund 150 Mio. Geschäftsreisen im Jahr 2005 lagen bei über 46 Mrd. Euro. Der Anstieg der Geschäftsreisen ist für die Unternehmen ein Grund, für Qualitätssicherung zu sorgen und den Kostenblock Geschäftsreise genau unter die Lupe zu nehmen.

02.03.2007

Run auf EM-Tickets riesig

Bereits wenige Stunden nach der Eröffnung des Ticketverkaufs für die in 463 Tagen beginnende Euro 2008 kam die Website der Uefa ob des Ansturms zum Erliegen. Die erste Vorverkaufsphase dauert bis 31. März.

«Das hatten wir erwartet», sagte Pascale Vögeli, die Mediensprecherin der Euro 2008 SA. Es sei ganz normal für einen solchen Anlass, dass sich die Anfragen am ersten Ticket-Verkaufstag überschlügen. «Es tut uns natürlich leid für die Fans», fuhr Vögeli fort. Aber sie könne nichts anderes tun, als daran zu erinnern, dass sie 31 Tage Zeit hätten, um ein Ticket zu bestellen. «Es bringt keinen Vorteil, das jetzt schon zu tun.»

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Weltspitze: Ferienland Schweiz

Die Schweiz ist im internationalen Wettbewerb das attraktivste Reise- und Tourismusland. Sie kann gemäss einer WEF-Studie etwa mit ihrem Strassen- und Schienennetz auftrumpfen. Ein Dämpfer für das Ferienvergnügen sind aber die hohen Preise.

Im zunehmenden internationalen Standortwettbewerb im Tourismus- und Reisemarkt liege die Schweiz weltweit an der Spitze der 124 untersuchten Länder, hiess es im Bericht des World Economic Forums (WEF) und der internationalen Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Österreich und Deutschland.

Die Schweiz sei hervorragend an internationale Touristikströme angebunden, hiess es weiter. Sie habe eine der weltweit fortschrittlichsten Strassen- und Schieneninfrastrukturen. Als weitere Pluspunkte nennt die Studie nachhaltige Umweltregelungen und hohe Sicherheitsstandards.

Nicht nur Skifahren und Wandern
Nach Angaben der Uno-Welttourimusorganisation (UNWTO) zählt die Schweiz trotz ihrer geringen Fläche zu den 20 beliebtesten Reisezielen der Welt. Der Fremdenverkehr trägt gemäss WEF-Bericht mit rund 6,2 Prozent zum Bruttoinlandprodukt (BIP) bei; das ist bedeutend mehr als etwa in Deutschland (2,6 Prozent).

Dem Reise- und Touristiksektor in der Schweiz werde weitaus höhere Bedeutung zugemessen als in Deutschland und Österreich, hiess es weiter. «Neben traditionellen Faktoren des typischen Ski- und Wandertourismus hat die Schweiz eine breitere Strategie für das langfristige Wachstum», sagt Jürgen Ringbeck von Booz Allen Hamilton.

So würde zusätzlichen Ansprüchen an Kultur, Gesundheitsbewusstsein und Nachhaltigkeit verstärkt Rechnung getragen. Auch sei die Ausbildung der Touristikfachkräfte hoch stehend.

Ausruhen kann sich die Schweiz auf ihren Lorbeeren aber nicht. So schneidet sie in Bezug auf das hohe Preisniveau relativ schlecht ab. Auch bei den Flughafengebühren kann sie sich noch verbessern.

Starke Europäer – ausser Italien
Neben der Schweiz, Österreich und Deutschland gehören auch Luxemburg (Platz 9), Grossbritannien (Platz 10), Dänemark (Platz 11), Frankreich (Platz 12), und Spanien (Platz 15) zur Spitzengruppe der WEF-Rangliste. Italien landet indes abgeschlagen auf Platz 33.

Das Land könne zwar durch viele kulturelle Stätte punkten, hiess es im Bericht. Sein Tourismus sei aber wenig nachhaltig, die Sicherheitsstandards relativ niedrig und die Preise gegenüber anderen Destinationen mittlerweile hoch.

Das sonst gute Abschneiden der europäischen Industrienationen sei vor allem auf die Liberalisierung des Luftverkehrs zurückzuführen. Durch die grenzüberschreitende Marktöffnung und dem dadurch ermöglichten Eintritt der Billigflieger seien die durchschnittlichen Flugpreise innerhalb der letzten 5 Jahre um bis zu 18 Prozent gesunken.

Überproportional wächst die Reise- und Tourismusbranche derweil in Schwellenländern. Die höchste Wettbewerbsfähigkeit hat dabei Indien (Platz 65). (mu/sda)

01.03.2007

Von Platzreife auf ein Single-Handicap in einem Jahr?

Die Golfsaison 2006 startete Markus Maukner (GC Herrensee) mit Stammvorgabe 45. Dann kamen tolle Ergebnisse im Heimatclub (Clubmeisterschaft gewonnen), erste Starts bei Meisterschaften (NÖ-Schüler-II-Titel!) und drei Turnierrunden bei den US Kids Championship in Pinehurst/USA.

Nun hat Markus, der im Februar 13 wird, mit einer Verbesserung (zum Stichtag) auf 8,6 den Callaway-Handicap-Cup gewonnen. Startet Markus, der Tiger als Vorbild hat und sich so für Sport in jeder Form interessiert, nun voll durch? Der Wiener zweifelt noch: „Nächstes Jahr muss ich von Weiß spielen, da werden die Plätze doch deutlich länger.“

Lust auf Golf bekam der 13-Jährige beim Schnupperkurs auf der Driving-Range in Stumm im Zillertal. Es folgte die Platzreife und ein fulminanter Aufstieg dank Trainingseifer und Talent: Im Moment sind Runden von vier bis sechs über Par keine Seltenheit.

Huatulco: Badeferien im Süden Mexikos, mitten unter Mexikanern

Wer die Massen in Cancún meiden will, macht Ferien in Huatulco: Ein kleines Paradies – touristisch, aber auf mexikanische Art.

Der Strand ist menschenleer. Wer es an diesen Ort schafft, kann sich auf dem Badetuch ausstrecken, mit den Fingern durch den heissen Sand fahren und dem Rauschen des Meers lauschen. Kein Wunder, verirren sich nur wenige hierher: Die Strände entlang dem Nationalpark von Huatulco sind nur auf dem Seeweg erreichbar. Die meisten wissen entweder nichts von diesem Gebiet, scheuen die Mühen, ein Boot zu mieten, trauen dem Wellengang des Pazifiks nicht oder brauchen am Strand Restaurant und Schatten. Das bietet Cacaluta nicht. Dafür Ruhe und Einsamkeit. Bis das andere Huatulco einen einholt.

Aus der Ferne ertönt Discomusik, und bald plärrt eine Stimme auf Spanisch in ein Mikrofon: «Dort sehen Sie den Strand von Cacaluta. Wer genau hinschaut, erkennt, er ist herzförmig.» Der grosse Katamaran, der über hundert Touristen an Bord hat, zieht weiter. Er wird in vier Stunden, auf dem Rückweg, etwas weiter draussen wieder vorbeifahren.

9 Buchten, 36 Strände, leuchtende Korallenbänke, eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 28 Grad und über 330 Sonnentage: Huatulco, die Küstenregion im Bundesstaat Oaxaca, hat die besten Voraussetzungen, um Badetouristen anzulocken. 35 Kilometer, an denen einsame und volle Strände, Luxusferien und billiger Massentourismus nebeneinander existieren, sich manchmal streifen.