
Der Strand ist menschenleer. Wer es an diesen Ort schafft, kann sich auf dem Badetuch ausstrecken, mit den Fingern durch den heissen Sand fahren und dem Rauschen des Meers lauschen. Kein Wunder, verirren sich nur wenige hierher: Die Strände entlang dem Nationalpark von Huatulco sind nur auf dem Seeweg erreichbar. Die meisten wissen entweder nichts von diesem Gebiet, scheuen die Mühen, ein Boot zu mieten, trauen dem Wellengang des Pazifiks nicht oder brauchen am Strand Restaurant und Schatten. Das bietet Cacaluta nicht. Dafür Ruhe und Einsamkeit. Bis das andere Huatulco einen einholt.
Aus der Ferne ertönt Discomusik, und bald plärrt eine Stimme auf Spanisch in ein Mikrofon: «Dort sehen Sie den Strand von Cacaluta. Wer genau hinschaut, erkennt, er ist herzförmig.» Der grosse Katamaran, der über hundert Touristen an Bord hat, zieht weiter. Er wird in vier Stunden, auf dem Rückweg, etwas weiter draussen wieder vorbeifahren.
9 Buchten, 36 Strände, leuchtende Korallenbänke, eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 28 Grad und über 330 Sonnentage: Huatulco, die Küstenregion im Bundesstaat Oaxaca, hat die besten Voraussetzungen, um Badetouristen anzulocken. 35 Kilometer, an denen einsame und volle Strände, Luxusferien und billiger Massentourismus nebeneinander existieren, sich manchmal streifen.


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